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Biologie studieren in Rostock

Biologie-Studium in Rostock heißt das eifrige Betreiben (lat. studere) des Erwerbs biologischer Kenntnisse in allen wichtigen Teildisziplinen dieses facettenreichen Studienfachs. Alle Basisfächer sind durch Professuren vertreten. Daneben ist die regionalspezifische Orientierung auf die Umweltproblematik hervorzuheben. Die Ostsee als Brackwassermeer und die inneren und äußeren Küstengewässer in ihrer Bedeutung als Vorfluter auf der einen Seite und in ihrer kargen Schönheit auf der anderen Seite sind wichtige Forschungsgegenstände für verschiedene Fachgebiete.

Die ehrwürdige Rostocker Alma mater hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1419 als älteste Universität des europäischen Nordens ihrem Wahlspruch "doctrina multiplex veritas una" verpflichtet gefühlt. So findet der Biologie-Student nicht nur die mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächer hervorragend repräsentiert, er kann seinen Wissensdurst und seinen Drang zur Allgemeinbildung in den verschiedensten Fakultäten von der Theologie über die Philosophie und Philologie, die Rechtswissenschaften, die Medizin oder die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis zu den Ingenieur- und Agrarwissenschaften befriedigen. Für eine sehr gediegene und auf intensive Betreuung orientierte Ausbildung spricht die Zahl der Biologiestudenten im Vergleich zu anderen Universitäten (siehe auch "Der Spiegel", Nr. 15/1999, S. 93 - im Universitätsranking nimmt die Biologie in Rostock laut Umfrage unter den Studierenden an 44 deutschen Universitäten den 7. Rang ein).

Besonders auch in der Biologie bietet sich die Möglichkeit für die Studenten, nicht nur in den Vorlesungen, sondern auch in Seminaren, Praktika und auf Exkursionen den persönlichen Kontakt zu den Professoren und anderen Wissenschaftlern zu finden. Die Vielzahl von biologischen Labors und Spezialeinrichtungen, die Forschung und Lehre dienen, wird ergänzt durch

- den Botanischen Garten mit seinen bekannten - von Hermann von Guttenberg vor dem Zweiten
Weltkrieg begründeten - Alpinum,
- die Laborstation Zingst, die vor allem der ökologischen Bearbeitung der Darß-Zingster Boddenkette
dient,
- das An-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW),
- das Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere (FBN) in Dummerstorf,
- die Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ) in Groß Lüsewitz
- und dem 17-m-Forschungskutter "Gadus"

Rostock bieter darüber hinaus allen Studierenden nicht nur das Flair einer altehrwürdigen Hanse- und Universitätsstadt. Wer das Meer liebt, kommt schon im nahen Warnemünde voll auf seine Kosten. Die Sandstrände der Mecklenburger Bucht, das Fischland und die Darß-Zingster Halbinsel mit ihrer Boddenkette im Hinterland oder die Insel Rügen und die zauberhafte Insel Hiddensee sind ebenso schön wie die eiszeitgeprägte Landschaft der Mecklenburger Seenplatte mit ausgedehnten Wäldern und vielen, häufig miteinander verbundenen Seen. Der Kunstbeflissene findet hervorragende Zeugnisse der norddeutschen Backsteingotik, viele originäre Beispiele der vollendet in die Landschaft eingebundenen Bauernhäuser, Schlösser, Gutshäuser und Herrensitze aus der Zeit des mecklenburgischen Landadels und vieles andere mehr.

Zur Geschichte der Universität Rostock, speziell zur Geschichte der Biologie in Rostock finden Sie im Buch "Mögen viele Lehrmeinungen um die eine Wahrheit ringen", 575 Jahre Universität Rostock, Konrad Reich Verlag, Rostock 1994, zusammengestellt von R. Mahnke, eine interessante Übersicht und viele Hinweise.