Fachbereich Biowissenschaften - Institut für aquatische Ökologie

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„Morphologische und genetische Charakterisierung Helgoländer Fucus-Arten“

Kurzfassung: Für die Bewertung des ökologischen Zustandes der Insel Helgoland gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie stellt die Gattung Fucus mit seinen drei hier nativ vorkommenden Arten, Fucus spiralis, F. vesiculosus und F. serratus eine wichtige Säule dar. Als wesentlicher Strukturbildner des Eulitorals ist mit ihrem Vorkommen das Auftreten einer Vielzahl weiterer auto- und heterotropher Organismen verknüpft. Die dichten Bestände bieten Schutz vor zahlreichen Fraßfeinden und abiotische Extremzuständen (Trockenfallen, Licht- und UV-Stress), dienen als Nahrungsquelle und werden von einer Vielzahl an Algen und Invertebraten als Wachstumssubstrat genutzt. Bisher konnten die drei auf Helgoland vorkommenden Arten leicht und sicher durch qualitative Merkmale (Vesikel bzw. gezähnter Rand, F. spiralis ohne beide Merkmale) voneinander unterschieden werden.
Seit einigen Jahren wird nun jedoch ein Morphotyp von Fucus auf Helgoland angetroffen, dessen Abweichungen vom gewohnten morphologischen Muster wie auch seine Stellung im litoralen Tiefengradienten eine Zuordnung zu den bislang beschriebenen Helgoland Taxa problematisch macht.
Ziel dieses Projektes ist daher die Klärung der taxonomischen Zuordnung der auf Helgoland beobachteten Fucus-Individuen mit stark abweichender Morphologie. Dabei soll primär die Frage geklärt werden, ob es sich bei diesen Individuen tatsächlich um die F. ceranoides handelt, wie von Kornmann & Sahling (1994) beschrieben oder ob der betreffende Morphotyp noch innerhalb der morphologischen Variationsbreite der auf Helgoland vorkommenden Arten F. spiralis, F. vesiculosus und F. serratus liegt.