Fachbereich Biowissenschaften - Institut für aquatische Ökologie

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Teilprojekt 3: Analyse der Phytoplanktondaten der Referenz- und ausgewählter Übergangsgewässer entsprechend der EU-Wasserrahmenrichtlinie – ab 1.12.2002 Fortsetzung der Förderung durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG), Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des Projektes: Analyse von Phytoplanktondaten zur Typisierung und Bewertung der Küstengewässer der mecklenburg-vorpommerschen Ostseeküste im Zusammenhang mit der EU-Wasserrahmenrichtline.


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Projektleiter: Prof. Hendrik Schubert; Dr. Thomas Hübener, Institut für Biodiversitätsforschung,

Projektbearbeiter Dr. Thorsten Rieling, bis Juli 2002 Dr. Mandy Bahnwart)

Im TP3 werden Phytoplanktondaten (taxonomische Zusammensetzung, Abundanz, Biomasse, Chlorophyll a) aus mehrjährigen Monitoringprogrammen und Einzeluntersuchungen entlang der Küstengebiete der deutschen Ostseeküste in Datenbanken zusammengefasst und hinsichtlich saisonaler und räumlicher Muster statistisch analysiert. Die Analyse steht unter dem Gesichtspunkt der Erstellung eines leitbildbezogenen Bewertungsinstrumentariums für den ökologischen Zustand von Übergangsgewässern entsprechend der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Klassifizierung der Küstengewässer anhand ihrer taxonomischen Phytoplanktonstruktur. Vor diesem Hintergrund wird einerseits nach sensitiven Indikatorarten bzw. -gruppen gesucht, andererseits werden verschiedene Diversitätsindices für die Einordnung der unterschiedlich stark belasteten Gewässer verwendet. Neben den taxonomischen Eigenschaften der Mikroalgen werden desweiteren ihre funktionelle Eigenschaften (r-, K-selektiert, N-Fixierung, Mixotrophie) zur Klassifizierung herangezogen. Aus den gewässertypischen Eigenschaften der Phytoplanktonbiozönose werden nachfolgend die geeigneten Kriterien für die Einstufung degradierter Gewässertypen abgeleitet. Die Bewertung der Gewässer erfolgt vor dem Hintergrund eines Leitbildes, das in Kooperation mit dem EU-Projekt CHARM (Characterisation of the Baltic Sea Ecosystem: Dynamics and function of coastal types) für Küstengewässer der Ostsee erarbeitet wird.

Die Analyse der Datensätze erfolgt in direkter Absprache mit dem Makrophytobenthos- (TP1) und Makrozoobenthosuntersuchungen (Institut für Angewandte Ökologie Rostock-Broderstorf, PD. Dr. H. Sordyl), so dass der Bezug zu den weiteren biotischen Parametern gegeben ist. Die direkte Anwendbarkeit der Bewertungsrichtlinien wird durch die ständige Abstimmung mit dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) gesichert.

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Abb. 1: Shannon Wiener Diversität des Phytoplanktons an verschieden stark der Ostsee exponierten Stationen, monatliche Beprobungen während der Wachstumsperiode, Beprobungszeitraum > 5 Jahre.