Fachbereich Biowissenschaften - Institut für aquatische Ökologie

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Erhöhung der fischereilichen Wertigkeit von Seegebieten an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns durch die Errichtung künstlicher Unterwasserhabitate. Aufbau eines Großriffs im Fischereischutzgebiet Nienhagen

Das Teilprojekt:

"Ansiedlung und Produktion von Makrophyten auf künstlichen Riffstrukturen“

 ist eingegliedert in das Großprojekt:

"Erhöhung der fischereilichen Wertigkeit von Seegebieten an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns durch die Errichtung künstlicher Unterwasserhabitate. Aufbau eines Großriffs im Fischereischutzgebiet Nienhagen“.

Finanzierung, Förderung und Laufzeit des Großriffprojektes:

Die Finanzierung erfolgt zu 75% durch die EU (im Rahmen von FIAF) und zu 25% durch das Landwirtschaftsministerium M-V

Projektlaufzeit: 02/2003 - 12/2006

Drittmittel-Projekt-Nr.: DRM 9

Koordinator des Gesamtprojektes ist die LFA (Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei)

Vorhaben:

Das im Jahre 1996 errichtete künstliche Riff im Fischereischutzgebiet vor Nienhagen wurde im September 2003 auf 4 ha ausgebaut. Ziel ist den Nachweis zu erbringen, dass die künstlichen Strukturen eine Erhöhung der fischereilichen Wertigkeit  in diesem Areal nach sich ziehen. Die Voraussetzung dafür ist, daß Benthosbewohner (insbes. Phytobenthos und Zoobenthos) diese Strukturen als Aufwuchsflächen annehmen und somit eine wichtige Nahrungsgrundlage sowie eine Laich- und Versteckmöglichkeiten für die Fische bieten. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: http://www.mv-regierung.de/lm/, http://www.fischumwelt.de/html/puplikation5.html, http://www.uni-rostock.de/riff/

Ziele im Teilprojekt:

  1. Erstellung einer Literaturstudie der wirtschaftlich nutzbaren Algenarten der Ostsee, deren Verwertungsmöglichkeit und Lebenszyklus. Selektion der aufgrund ihres Habitatsanspruchs und ihrer wirtschaftlichen Nutzbarkeit am besten geeigneten Großalgenarten.
  2. Korrelation der in der Literatur gefundenen Daten mit den realen Licht- und Strömungsverhältnissen sowie der vorhandenen Wasserqualität inklusive der physiochemischer Parameter.
  3. Untersuchung des optimalen Art-Substrat-Gefüges bei Makroalgen.
  4. Untersuchung der Eignung von Makrophyten als Laichsubstrat und Unterschlupf für Fische und als Grundlage für benthivore marine Organismen.
  5. Abschätzung der zu erwartenden Erntemenge pro Fläche am Riff. Einschätzung der Wirtschaftlichkeit solcher Algenkulturen und Treffen von Aussagen zu Erntezeitpunkten/Ernteintervallen.
  6. Überprüfung von Erntemöglichkeiten der Makroalgen. Entwicklung von kostengünstigen und selektiven Erntemethoden für die verwendeten Algen.
  7. Verarbeitungsmöglichkeiten, Verarbeitungsformen und Vermarktungsmöglichkeiten der ausgewählten Algen.
  8. Ansiedlung und Vermehrung von Makrophyten, die nach Abklärung der o.a. Fragestellungen als am Erfolg versprechendsten  angesehen werden.